Konzeption

Wir stellen Ihnen unsere pädagogische Arbeit in drei Bereichen vor:

Bild des Kindes

„Sei gepriesen, denn du schufst den Menschen. Sei gepriesen, denn er ist dein Bild der Liebe.“

Unser Bild des Kindes lässt uns einen Satz von Montessori zitieren, in dessen Sinne wir arbeiten: „Hilf mir, es selbst zu tun“

Dies ist unser Grundsatz, wenn es um die Bildung der Kinder geht. Denn mit der Geburt beginnt ein lebenslanges Lernen, das nur möglich ist, wenn das Kind in seiner persönlichen Entwicklung, seiner Selbständigkeit und seinem Selbstbewußtsein gefördert und gestärkt wird – und so eine positive Wertschätzung erfährt und für sich selbst aufbauen kann. Wir wollen den Kindern in einer familiären Umgebung soziale und emotionale Werte mitgeben, damit wir ihre Schwächen und Stärken stützen, tolerieren und akzeptieren lernen.

 

Unsere pädagogischen Ziele entsprechen unserer Philosophie: Wir berücksichtigen die Lebenssituation und stärken die Lebensfreude des Kindes.

Wir verhelfen dem Kind zur größtmöglichen Selbständigkeit und Eigenaktivität. Die schöpferischen Kräfte des Kindes – unter Berücksichtigung seiner individuellen Neigungen und Begabungen – stehen für uns im Vordergrund und werden gefördert. Wir ermöglichen dem Kind, seine emotionalen Kräfte zu stärken und unterstützen die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten und Interessen. Wir lehren das Kind, seine Probleme eigenständig und gewaltfrei lösen zu können und vermitteln ihm das nötige Grundwissen über seinen Körper und seine körperliche Entwicklung.

Schwerpunkte

Die Bedeutung der frühkindlichen Bildung hat deutlich zugenommen. 

So steht es in der Bildungsvereinbarung, die ihre Grundlagen im KiBiz (Kinderbildungsgesetz) hat. Wir fördern deshalb alle zehn Bildungsbereiche der Bildungsvereinbarung, besonders jedoch die Bereiche:

  • Religion
  • Bewegung
  • Sprache
  • Musik (Zertifizierung Toni singt)

Ein Grundbedürfnis des Kindes ist es, sich zu bewegen und seine Umwelt mit allen Sinnen zu erkennen, zu begreifen und zu erlernen.

Gerade in den ersten Lebensjahren erschließen sich die Kinder ihre Welt vor allem über Bewegung, die in erster Linie im Spiel und so im Alltag integriert ist. Bewegung fördert sowohl die körperliche als auch die kognitive Entwicklung des Kindes. So wird die Sprachentwicklung, die musische Entwicklung und das mathematische Grundverständnis (Wahrnehmung und Orientierung in Raum und Zeit) positiv unterstützt.

In der Bildungserziehung verfolgen wir in unserem Kindergarten den ganzheitlichen Ansatz. Nur wenn ein harmonisches Zusammenspiel dieser drei Bereiche stattfindet, kann sich das Kind gut entwickeln.

Körper, Seele und Geist.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Bereich unserer Arbeit

Ein wesentliches Element übernehmen dabei die Eltern, mit denen wir partnerschaftlich zusammen arbeiten und die wir als „Experten“  in der Erziehung ihrer  Kinder betrachten. In dieser Gemeinschaft erleben wir Religion als ganzheitliches, tägliches Miteinander. Gemeinsam mit Eltern und Gemeinde vermitteln wir den Kindern christliche Werte, indem wir ihnen folgende Punkte vorleben:

  • Menschlichkeit
  • Ehrlichkeit
  • Nächstenliebe
  • Rücksichtnahme
  • Wertschätzung
  • Grenzen setzen und einhalten
  • Ermutigung
  • Achtung vor der Schöpfung

 

Sprachförderung

Die Sprachentwicklung des Kindes definiert in unserem pädagogischen Alltag eine zentrale Bildungsaufgabe.

Dabei konzentrieren wir uns auf die alltagsintegrierte Sprachbildung, bei der  verbale  und nonverbale Handlungssituationen ineinanderfließen und damit an die individuellen Interessen und Bedürfnisse der Kinder angepasst sind. Das bedeutet auch, dass wir die Mehrsprachigkeit leben und fördern, damit die Voraussetzungen für einen interkulturellen Dialog und eine soziale und kulturelle Vielfalt gegeben sind.

Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachförderung werden alle Kinder in diese Bereiche eingeführt:

  • Wortschatz
  • Wortverständnis
  • Phonologisches Bewusstsein (Würzi)
  • Grammatik

Um diese Art der Sprachförderung durchzuführen, stehen uns verschiedene Materialien  zur Verfügung:

Spiele

  • Zwergenmatz und der Riesenschatz
  • Spiel dich schlau
  • Variable Fantasiegeschichten
  • Bildermemo

Bücher

  • Bewegung macht schlau
  • Mein Freund Murmel

Und selbstverständlich auch Stifte, Knete, Kleister und Papier. Darüber hinaus fördern wir die mathematische Bildung und das räumliche Vorstellungsvermögen durch Angebote im Bereich der Mathe-Inseln.

 

Methoden der Beobachtung und Dokumentation

Eine wesentliche Grundlage professionellen pädagogischen Handelns ist die beobachtende Wahrnehmung des Kindes.

Sie ist sowohl auf seine Möglichkeiten als auch auf die individuelle Vielfalt seiner Handlungen, Werke und Problemlösungen gerichtet. Aus diesen Beobachtungen heraus ist es Aufgabe des Erziehers, den Kindern den geeigneten Rahmen für ihre Selbstbildungsprozesse zu bieten. (Unterstützende Werkzeuge dazu sind die Arbeitshilfen für päd. Fachkräfte aus dem Lehrprogramm gem. § 14 JuSchG ab dem 3. Lebensmonat)

Die einzelnen Entwicklungsbereiche sind wie folgt aufgeteilt:

  • Emotionaler Bereich/Gefühlskompetenz
  • Sozialer Bereich/Sozialkompetenz
  • Motorik/Handlungskompetenz
  • Wertentwicklung
  • Spiel- und Freizeitverhalten
  • Lernverhalten
  • Wahrnehmungskompetenz
  • Sprechen/Sprachkompetenz
  • Kognitive Kompetenz
  • Lebenspraktische Kompetenz (u.a. Körperpflege)

Durch die Beobachtung und Analyse des einzelnen Kindes können wir nicht nur seinen Entwicklungsstand erkennen, sondern erfahren auch seine Wünsche und täglichen Bedürfnisse. Außerdem ist die regelmäßige Beobachtung und Dokumentation unserer internen Arbeit die Basis für die halbjährlichen Entwicklungsgespräche mit den Eltern.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Eine gute und offene Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns sehr wichtig, weil sie die Grundlage unserer Arbeit darstellt.

Die Eltern vertrauen uns Erziehern ihre Kinder schon früh an. Wir sind uns bewusst, dass diese Situation für die Kinder und die Eltern ein einschneidendes Erlebnis ist.

Aus diesem Grund ist eine familienfreundliche Eingewöhnung von größter Bedeutung. Diese Eingewöhnung haben wir an das „Berliner Model“ angelehnt, wobei wir die Einzigartigkeiten und Bedürfnisse der Kinder und der Eltern nicht außer Acht lassen.

Der Start in die reguläre „Kindergartenzeit“ sollte im Beisein von Mutter und Vater stattfinden und am Anfang auch nicht den ganzen Vormittag dauern. Ein gemeinsames Spiel mit den Eltern nimmt die Scheu vor dem Neuen. Langsam können die Eltern dann von der aktiven Rolle des Mitspielers in die beobachtende Rolle wechseln und sich so immer mehr aus dem Geschehen zurückziehen. Der Erzieher tritt dann an ihre Stelle. Es ist wichtig, dass uns die Kinder neben den Eltern als weitere Bezugsperson anerkennen.

Merke: Erst wenn ein Kind sich beim Weggang der Eltern durch den Erzieher trösten lässt, ist die Eingewöhnung und Beziehungsgestaltung gelungen.

Die gute, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns äußerst wichtig, weil sie die Grundlage unserer Arbeit darstellt.

Das Miteinander von Eltern und Team steht für uns zum Wohle der Kinder im Vordergrund. Nur durch die gemeinsame Arbeit ist es möglich, den Bedürfnissen der Kinder individuell und ganzheitlich gerecht zu werden. Es ist uns wichtig, den Eltern Einblick in unsere pädagogische Arbeit zu ermöglichen und sie an der Gestaltung der Kindergartenarbeit zu beteiligen. Deshalb spielt die Elternarbeit in unserer Einrichtung eine große Rolle. Verschiedene Aktivitäten wie z.B. Bastelnachmittage für Eltern, Spielnachmittage für Eltern und Kinder oder Ausflüge, bei denen Eltern uns unterstützen, fördern nicht nur den Kontakt zu den pädagogischen Fachkräften, sondern auch zu anderen Eltern und deren Kindern. Dabei sind wir offen für konstruktive Kritik und nehmen Anregungen und Wünsche gern entgegen. Außerdem bieten wir den Eltern einen Hospitationstag in der Einrichtung an, um einen Einblick in den Alltag ihrer Kinder und der pädagogischen Arbeit unserer Mitarbeiter zu erhalten.

Partizipation / Beschwerde

Um unsere Arbeit zu prüfen und weiter entwickeln zu können, hören wir gerne die Meinung, Wünsche und Vorschläge der Eltern.

Aus diesem Grund war es uns wichtig, einen Fragebogen für die Eltern zu erarbeiten, um einen hohen Grad an Übereinstimmung zwischen dem Angebot der Einrichtung und den Erwartungen der Familien herstellen zu können.

Weiterhin stehen den Eltern Möglichkeiten zur Verfügung, Beschwerden vorzubringen, die zeitnah bearbeitet werden. Eltern, die die direkte Konfrontation mit den Erziehern/innen scheuen, können ihre Beschwerden, Bitten und Fragen an den Elternbeirat weitergeben oder den Kummerkasten nutzen.

Wir versichern ihnen, dass ihre Belange oder auch Ängste und Nöte ernst genommen und in jedem Fall thematisiert werden. Aber auch die Kinder haben die Gelegenheit, in unserer Einrichtung mitzubestimmen und ihre Beschwerden vorzutragen.

In Kinderkonferenzen bieten wir ihnen die Möglichkeit, bei der Entscheidungsfindung zu Themen und Aktivitäten mitzuwirken. Innerhalb eines Raumes mit gesetzten Regeln und Grenzen können die Kinder frei ihren altersgerechten und individuellen Spielraum entwickeln.